
M.E.L.I.N.A e.V. Fortbildung

Letzte Meldung:
In einem zweitägigen Workshop erfuhren FamilienhelferInnen, JugendamtsmitarbeiterInnen und SozialarbeiterInnen von Ulrike M. Dierkes Autorin/Journalistin und Vorsitzende des M.E.L.I.N.A e.V.) und Matthias Nitsch (Bildungsreferent und GF der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.) alles über Inzest, sowie die Dynamik inzestuöser Systeme. Per Familienaufstellung und in Rollenspielen wurde Empathie und der Umgang mit Kindern aus/in inzestuösen Familien vermittelt.





13.06.2013, 21.24 | (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: | Tags: M.E.L.I.N.A e.V., Fortbildung, Workshop, Referentin Ulrike M. Dierkes,
Herzlich Willkommen im M.E.L.I.N.A e.V.

Inzest - Zwischen Ethik und Ekel
Samstag, 15. März 2013 - Ulrike M. Dierkes hält im Rahmen
des 20jährigen Jubiläums der "Initiative gegen Gewalt und
sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen e.V."
in der Stadthalle Montabaur ihren Vortrag.
Flyer des M.E.L.I.N.A e.V.






Anläßlich des 20-jährigen Jubiläums der "Initiative gegen Gewalt ... e.V." mit der wir gelegentlich kooperieren, ist Ulrike M. Dierkes Hauptrednerin mit ihrem Vortrag zum Thema.
Diskurs in die Welt der Inzesttäter
Samstag, 16. März 2013
Stadthalle Haus Mons Tabor, Montabaur
Hier das komplette Programm:
Einladung_2013.pdf




Neunjähriges Mädchen bringt in Mexiko Baby zur Welt
06.02.2013, 16:05 Uhr | AFP
Ein neunjähriges Mädchen hat im Westen Mexikos
ein Baby zur Welt gebracht. Ihre Tochter sei erst acht Jahre alt
gewesen, als sie schwanger wurde, berichtete die Mutter des Mädchens.
Die Behörden suchen nun nach dem Vater des Babys - einem flüchtigen 17-Jährigen. Es handele sich um einen mutmaßlichen Fall von Vergewaltigung oder sexuellem Kindesmissbrauch, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Mutter und Kind wohlauf
Die
Geburt fand Ende Januar 2012 in Guadalajara im Bundesstaat Jalisco
statt. Die neunjährige Dafne brachte ein kleines Mädchen von 2,7
Kilogramm Gewicht zur Welt. Mutter und Baby sind wohlauf. Wegen des
geringen Alters der Mutter wollen die Ärzte die Entwicklung des
Säuglings jedoch überwachen.
Quelle: AFP





Inzest und Vergewaltigung
Zwölf Jahre Haft für Familienvater
Wegen
Inzest, sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung seiner eigenen Tochter
ist ein Allgäuer Familienvater zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.
Das Kemptener Landgericht ordnete zudem die anschließende
Sicherungsverwahrung an.
Außerdem muss der 45-Jährige seiner Tochter 15.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Zwischen 2006 und 2011 hat der Mann laut Urteilsbegründung sein Kind immer wieder missbraucht. Das Mädchen war erst zwölf Jahre alt, als ihr Vater es das erste Mal vergewaltigt hat. Das ging so weiter bis zum 17. Lebensjahr. Der Vater habe seine Tochter psychisch unter Druck gesetzt, deshalb habe sie sich zunächst nicht gewehrt, sagen die Ermittler. Nachdem sie dann später versuchte, die Vergewaltigung zu verhindern, habe der Vater seine Tochter brutal geschlagen. Teilweise konnte sie deswegen nicht zur Schule gehen. Wenn sie ihn anzeige, bringe er sie um, habe der Mann gedroht. Im Prozess hat er zu all den Vorwürfen geschwiegen.
Ex-Frau schildert Familientyrannen
Zum Prozessauftakt hatte die Mutter des Opfers ausgesagt. Die Frau war zur Tatzeit bereits von dem Angeklagten geschieden und lebte mit den beiden jüngeren Töchtern von ihm getrennt, das Opfer lebte beim Vater. Vor dem Landgericht schilderte die Ex-Ehefrau, wie sie selbst jahrelang unter ihrem Mann gelitten habe und von ihm vergewaltigt, misshandelt und bedroht worden sei. Später habe die älteste Tochter ihre Rolle übernehmen müssen. "In seinen Augen sind Frauen nur Schlampen", sagte sie und bezeichnete den Angeklagten als unbeherrscht, gewalttätig und sexbesessen.
Aus Angst, ihr Mann könne sie und die Kinder umbringen, habe sie sich viele Jahre lang nicht zur Wehr gesetzt und keine Anzeige erstattet. Nach der Scheidung habe das Jugendamt die älteste Tochter in eine Pflegefamilie gegeben, bis der Vater sie schließlich zu sich holte. "Sie war der Meinung, dass ihr Vater der Retter ist, der sie aus der Pflegefamilie holt", sagte die Mutter und warf ihm vor, das Kind in dieser Zeit manipuliert zu haben. "Er hat ihr gesagt, ich hätte die Familie kaputt gemacht."
Sicherungsverwahrung unumgänglich
Laut Gericht hat der Vater mit seiner Schreckensherrschaft das menschliche Grundvertrauen der heute 18-Jährigen zerstört. Der Richter schloss sich der Ansicht der Sachverständigen an, dass von dem voll schuldfähigen Mann eine erhebliche Gefahr ausgehe. Wegen seines emotionslosen Verhaltens sei eine Sicherungsverwahrung unumgänglich, so der Richter. Ob der 45-Jährige gegen das Urteil in Revision geht, ist offen.
(Quelle: BR BAYERN 1)
Zu guter letzt
Inzest bleibt strafbar!
München (dapd). Ein Mann aus Leipzig ist einem Medienbericht zufolge mit seiner Beschwerde über das Inzest-Verbot in Deutschland gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg lehnte den Antrag von Patrick S. ab, seinen Inzest-Fall vor der Großen Kammer zu verhandeln, wie das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab berichtete. Damit sei der Fall juristisch abgeschlossen, Inzest unter Geschwistern bleibe in Deutschland verboten.
Schon 2001 haben wir in einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Lobby für Menschenrechte e.V. gegen Babyklappen und auf die Gefahren der einseitigen Berichterstattung und Euphorie hingewiesen.
>>>Babyklappen-nein danke.pdf
Endlich, 10 Jahre später...
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will Babyklappen überflüssig machen und anonyme Geburten nicht mehr zulassen.
Das geht aus einem Eckpunktepapier ihres Ministeriums hervor, das dem „Tagesspiegel“ vorliegt.
Danach soll es keine neuen Babyklappen geben, bereits existierende sollen aber weiter betrieben werden können. Ein Ministeriumssprecher: „Wir wollen durch ein besseres Angebot die Babyklappen nach und nach entbehrlich machen.“
Die „vertrauliche Geburt“ ersetzt die anonyme Geburt: Dabei wird die Mutter verpflichtet, persönliche Daten preiszugeben. Die Schwangerschaftsberatungsstellen sollen diese Geburten organisieren und steuern. Betroffene Kinder haben zehn Jahre nach der Geburt einen Anspruch auf Information über ihre Herkunft. Die Mütter sollen so lange anonym bleiben können.
Ziel der vertraulichen Geburt ist es, die für Mütter und Kinder riskanten heimlichen Geburten außerhalb von medizinischen Einrichtungen so unnötig wie nur möglich zu machen, hieß es aus dem Familienministerium am Montag. „Wenn eine Mutter künftig vertraulich gebären kann, hat sie ja direkt im Umfeld der Geburt eine verlässliche Anlaufstelle, falls sie ihr Kind in andere Hände geben möchte.“
Das Familienministerium reagierte auf die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Jugendinstituts. Danach gibt es erhebliche Missstände: Von tausend Kindern, die seit 1999 anonym in Babyklappen oder Kliniken abgegeben wurden, sind etwa 200 den Jugendämtern nicht bekannt. Es gibt keine Aufsicht über die anonymen Angebote, keine Dokumentationspflicht und keine einheitlichen Standards.
Wir begleiten übers ganze Jahr Betroffene (Missbrauchsopfer), eine sehr anstrengende Arbeit, wir wissen, wovon die Rede ist!
Wir freuen uns über Spenden zur Unterstützung unserer laufenden Arbeit.
Spendenkonto: BW Bank Stuttgart, KtoNr. 2704823 (BLZ 600 501 01)
Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich eine Spendenbescheinigung aus. Bitte senden Sie in diesem Fall eine e-Mail an melina.ev(at)t-online.de und teilen Sie uns Ihre Postanschrift mit, denn ohne diese Angaben können wir Sie nicht kontaktieren!
Wenn Sie darüber hinaus Information und individuellen Rat brauchen, nehmen Sie bitte Kontakt per e-Mail zu uns auf und vereinbaren Sie einen Telefontermin.
Soeben erschienen:
Das neue IPA-Magazin

Darin auch der Artikel von Ulrike M. Dierkes
"Inzest - das tabuisierte Verbrechen"
Da wir diese Arbeit neben unseren eigenen Berufen und Familien ehrenamtlich leisten, können wir nicht unermüdlich Tag und Nacht zur Verfügung stehen. Aber wir tun alles, was aus unserer Erfahrung in unserer Kraft liegt und aus unserem Wissen heraus möglich ist.
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Preisverleihung am Freitag, 3. September 2010
im Bezirksrathaus Stuttgart-Botnang
v.r.n.l.: Mina Smakaj (stv. Bezirksvorsteherin), Ulrike M. Dierkes (Vorsitzende des M.E.L.I.N.A e.V.), Claudia Kley, (Finanzzuständige), Sieglinde Steimle, (2. Vorsitzende), Martin Kroiss, Repräsentant der Deutschen Bank,
Offizielle Pressemeldung:
Dr. Reinhard Löffler, Landtagsabgeordneter der CDU, der dem Verein ebenfalls als Schirmherr zur Seite stand, sagte anlässlich der Preisverleihung:“Inzestkinder und Kinder aus Vergewaltigung haben bei ihrem Schmerz einen Anspruch auf Hilfe. M.E.L.I.N.A e.V. erfüllt diesen Anspruch und dafür bedanke ich mich. Niemanden allein lassen, niemanden zurücklassen, alle mitnehmen und allen das Selbstbewusstsein für ein Leben in Würde und Achtung zu schenken, ist für mich das wichtigste gesellschaftliche Gebot des Zusammenlebens. Ohne M.E.L.I.N.A e.V. wäre unsere Gesellschaft ärmer. Lassen Sie nicht nach.“
Eine Ausstellung zeigt bis Ende September die wichtigsten Dokumente des Vereines, die seine Arbeit und seine Erfolge im Zusammenwirken mit Kirchen, Justiz und Presse widerspiegeln.
Die Rahmung der Exponate erfolgte durch die Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf.


Vereinsvorstellung mit einer Dokumentation der Arbeit, Leistungen und Erfolge des Vereins
Schirmherren: Wolfgang Stierle, Bezirksvorsteher, S-Botnang
Dr. Reinhart Löffler, MdL, Landtagsabgeordneter (CDU)
So hilft die Organisation beispielsweise Inzestopfern bei juristischen Auseinandersetzungen. Eine Selbsthilfegruppe betreut zudem derzeit rund 50 Betroffene. Mit Ausstellungen und Lesungen sensibilisiert der Verein auch die Öffentlichkeit für das Thema Inzest sowie die schwerwiegenden Folgen für die Opfer. Mit der Vereinsarbeit erhalten Menschen eine Stimme, die sonst oftmals nicht gehört werden.
Das Angebot stößt auf großes Interesse: Etwa 1000 Menschen pro Tag besuchen die Internetseite der Organisation. Für ihren bemerkenswerten Einsatz wurde die Vorsitzende und Vereinsgründerin Ulrike M. Dierkes im Jahr 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Kontakt-Telefon:
02622-9223692
Spenden-Konto:
BW-Bank Stuttgart
Kto-Nr. 2704823, (BLZ 600 501 01)


" Von abenteuerlichen Welten und anderswo"
georgsverlag, 2008
Können Sie sich vorstellen, dass Ihr leiblicher Vater gleichzeitig ihr Großvater ist und Ihre leibliche Mutter dem Vater nach auch (Halb)Schwester? Oder dass Ihr leiblicher Vater gleichzeitig auch Onkel und Ihre leibliche Mutter auch Tante ist? Nein? Nicht wirklich?
Jedes Jahr werden in Deutschland laut Statistik des Bundeskriminalamtes über 15.000 Kinder (das sind Menschen unter 14 Jahren!) sexuell missbraucht ...
...viele Opfer sexuellen Missbrauchs sind mit den Tätern verwandt! - das ist Inzest!
...inzestuöser sexueller Kindesmissbrauch ist eines der bestgehütetsten Familiengeheimnisse und das Verbrechen mit der höchsten Dunkelziffer!
...eine der vielen Folgen: Mädchen werden durch Vergewaltiger schwanger!
....die "Folgen" dieser Inzest-Verbrechen werden durch Abtreibung vertuscht!
....wenn es aber, wie in vielen Fällen, für eine Abtreibung zu spät ist, kommen diese Kinder zur Welt. Sie sind der lebendige Beweis inzestuösen sexuellen Missbrauchs und des Verbrechens an ihren Müttern und daher für die Täter eine Bedrohung! Daher sind die aus inzestuöser Vergewaltigung geborenen Kinder in hohem Maße gefährdet, ebenfalls Opfer dieser Verbrecher zu werden...
Unsere Aktivitäten, unsere Arbeit und unser Engagement auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention verhilft Inzestkindern, eine Minderheit im Schatten der Gesellschaft, zu ihren Rechten.
75% aller Fälle sexuellen Missbrauchs passieren innerhalb des eigenen Familienverbandes. Wenn der Vater die eigene Tochter sexuell missbraucht, der Bruder die Schwester, der Onkel die Nichte oder die Mutter den eigenen Sohn, die Großmutter den eigenen Enkel oder die Tante den Neffen dann ist dies Inzest, inzestuöser sexueller (Kindes)Missbrauch. Ob mit oder ohne körperliche Gewalt, ist dies eine Grenzüberschreitung, die in den uns bekannt gewordenen und meisten Fällen mit Machtmissbrauch, Manipulation und Übergriffen einher geht.
Der gravierende Unterschied zwischen "sexuellem Missbrauch durch einen familienfremden oder Fremdtäter" und "inzestuösem sexuellem Missbrauch durch einen Verwandten" wie Bruder, Vater, Großvater erklärt sich durch diese Sexualstraftaten selbst :
Bei Kindesmissbrauch durch Fremdtäter erlebt das Opfer die eigene Familie als Schutzverband. Im Falle eines Gerichtsprozesses gegen den Täter treten Eltern oder Familienmitglieder häufig das Opfer unterstützend als NebenklägerInnen auf und lassen das Missbrauchsopfer nicht im Stich.
Inzest ist grundsätzlich ein geschlossenes, ein von der Außenwelt abgewandtes, isoliertes, sich selbst verschließendes und verschlüsseltes System, das sich gegen alles Fremde, jeden Fremden, jeden andere Verhaltensweise und Realität verschließt. Das Tabu besteht aber nicht etwa darin, dass Inzest "tabu" ist und etwa nicht vorkommt, (die Zahlen sprechen für sich, die Dunkelziffer ist sehr hoch). Inzest ist eines der am geheimgehaltensten Grenzüberschreibungen. Das Tabu besteht nicht für Inzesttreibende, sondern die eigentliche Tabuisierung gilt den Inzestopfern, indem diese mit dem Tabu des Darüber-Redens belegt werden, einem nonverbalen Schweigegebot und nicht selten einhergehend mit der Androhung (tödlicher) Konsequenzen für sie selbst oder ihr daraus geborenes Inzestkind.
Auch Mitwissende und Schweigende geraten in die Eigendynamik dieses geschlossenen Systems und sind gefährdet, wenn sie das Vakuum des Schweigens zu durchbrechen versuchen. Daher werden solche innerfamiliären Verbrechen oft über Jahrzehnte nicht aufgedeckt oder erst, wenn sie verjährt sind. Ein Inzestopfer erhält in diesem erstickenden Kokon wenig oder gar keine Hilfe innerhalb des inzestuösen Familienverbandes, sondern verliert die Familie, wenn es wagt, über diese Vorkommnisse zu reden oder diese zu verlassen! Inzestopfer werden ausgegrenzt und schließlich verstoßen, wenn sie das nonverbale Schweigegebot brechen, werden als Nestbeschmutzer und Verräter behandelt und entrechtet! In inzestuösen Systemen lösen Inzesttäter, wenn es sich noch dazu um Autoritätspersonen und Familienvorstände, nämlich die eigenen Väter handelt, entrechtende und existenzvernichtende Mechanismen aus, um die Person des Inzestopfers, seine Rechte und seinen Willen zu brechen. Alles zielt darauf ab, den Willen des Inzestopfers, diesem Inzestsystem zu entkommen, zu brechen. Hierzu werden sämtliche Mittel eingesetzt, die aus Psychogruppen, Sekten und organisierten Verbrechensstrukturen bekannt sind. Je angesehener und intelligenter der Inzesttäter, umso einfallsreicher, krimineller und perfider die Methoden, die von Androhung über Rufmord bis hin zur Ermordung des Inzestopfers und seines Inzestkindes gehen können.
Tatort Internet
Inzestverbrechen im Zeitalter virtueller Kriminalität
In den letzten zehn bis zwanzig Jahren im Zeitalter des Internets hat sich der aggressive Charakter aller Kriminalitätsarten und ihrer Strukturen, besonders auch die Subkultur der (inzestuösen) Missbrauchskriminalität weiterentwickelt.
Waren Inzesttäter früher Einzelgänger, die sich selber gesellschaftlich isolierten, introvertiert, nach außen angepaßt und möglichst unauffällig verhielten, nutzen diese heute nicht nur zunehmend und selbstverständlich die modernen Kommunikationstechniken mit weltweiten Kommunikationsmöglichkeiten, sondern streben auch an, untereinander organisiert und vernetzt, sich in ihrem Sosein und einem daraus abgeleiteten "sexuellen Selbstbestimmungsrecht" zu bestärken und sich netzwerkartig in einflußreiche Berufe und Positionen zu verhelfen, um von hier aus ihren sexuellen Einfluß, ihre Vorlieben und vor allen Dingen vermeintliche "Rechte" geltend zu machen.
Kontakte zu artverwandten, schließlich grenz-überschreitenden, internationalen Netzwerken und anderen Kriminalitäts- und Verbrechensformen bis hin zum Missbrauch legaler und rechtsstaatlicher Instrumente werden beobachtet. Inzestkinder werden entweder illegal abgetrieben, in einem bekannt gewordenen Fall durfte der pädophile Abtreibungsarzt das Inzestopfer als "Bezahlung und Gegenleistung" sexuell missbrauchen. Wenn es für eine Abtreibung zu spät ist, werden Meldegesetze ignoriert und unterwandert, das Inzestkind mit falschen Angaben als "nichtehelich, Kindesvater unbekannt" bei den Meldebehörden (Standesämtern) gemeldet, Geburtsurkunden wie Geburtspapiere werden gefälscht, gefälschte Angaben werden in behördlichen Umlauf gebracht und somit versucht, das Inzestkind zu legalisieren.
Inzest und Pädophilie haben zunächst nichts miteinander zu tun,
eine sprachliche Differenzierung ist wichtig!
Inzest
meint immer die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen, die eigenen
Kinder, die gegen alles Fremde, gegen fremde Einflüsse und vor allem
vor der Außenwelt "geschützt" und daher geschlossen werden müssen.
Inzest ist eine eigene Kultur, eine eigene Kultur eigener Anschauungen,
Ansichten, Gesetze und Sichtweisen, eine geschlossene Gedanken- und
Gefühlswelt, die mit anderen Familien, fremden oder nichtverwandten
Menschen und Welten nicht kommuniziert und daran nicht interessiert
ist. Man ist sich selbst genug. Es ist eine narzistische Form der
Eigenliebe, es wird wenn überhaupt nur das Eigene in dem anderen Kind
oder Menschen geliebt, das einen an sich selbst erinnert. Inzest ist
eine Steigerung krankhaften Narzismus. Andere, nicht blutsverwandte
Menschen sind nicht gut genug.
Ausgelöst
wird dies entweder durch vorausgegangenen inzestuösen (sexuellen)
Missbrauch, wobei es weniger und nicht in erster Linie um den
körperlichen, also sexuellen Vollzug geht, sondern Inzest ist vielmehr
zunächst eine übersteigerte Form von Suche und schließlich Sucht nach
menschlicher Über-Nähe.
Manchmal werden solche inzestuösen seelischen "Deformierungen" durch Frauen oder Mütter entwickelt, die selber Inzestopfer waren. Wenn der Partner, Ehemann oder Kindesvater zum Beispiel frühzeitig gestorben ist und die Frau nun als Hinterbliebene oder Witwe im Sohn ihren Partner, Ehemann oder Kindesvater mit eben seinen Charakter- und Gesichtszügen wiederzuerkennen glaubt und diesen Sohn nun "abgöttisch liebend" zum "Ersatzpartner" macht, dem sie nun all ihre Nöte und Sorgen anvertraut und zu dem sie eine unangemessene Nähe und Vertrautheit herstellt, die grundsätzlich bereits einen emotionalen Missbrauch darstellt und mit Mutterliebe und auch mit Liebe nichts zu tun hat. Eine "vermeintliche Liebe" , dem sich dieser Sohn nicht entziehen kann oder er hat sofort ein schlechtes Gewissen, wenn er eine fremde Frau kennenlernt oder mal alleine ausgehen will und die "arme Mutter alleine lässt". Je früher eine solche "latent inzestuöse Beziehung" sublim oder tatsächlich ausgelebt wird, besonders in der Pubertät, kann ein Sohn dieses Inzestmuster nicht wieder auflösen. Das sind die Söhne, die bei ihren Müttern wohnen bleiben, sie versorgen sich einander wie ein altes Ehepaar. Söhne, die nie heiraten, weil sie ihre Mutter und ihre vermeintliche Liebe nicht verraten wollen. Eine fremde Frau wird den Ansprüchen einer solchen (Schwieger)mutter nie genügen, es sei denn, sie wäre von der Mutter ausgesucht und für gut befunden worden, aber dann müsste sie sich den Gesetzen eines solchen Mutter-Sohn-Inzest´s und vor allem der Mutter unterordnen. Ein solches Konstrukt aufzulösen kann wohl nur mit professioneller Hilfe von außen gelingen und wird in den meisten bekannt gewordenen Fällen sogar über den Tod hinaus fortgesetzt.
Es handelt sich also um eine mehr oder weniger stark ausgeprägte seelische Deformation, die mehr oder weniger in der Realität ausgelebt wird.
Ein
Mann, der selber nur Inzest-Beziehung kennengelernt und sich nie
wirklich geistig und seelisch von der eigenen Mutter befreit hat,
folglich ein schlechtes Gewissen hat, wenn er eine Frau zur Partnerin
nahm, ohne seine Mutter zu dieser Wahl gefragt zu haben und nun immer
ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Mutter behält, könnte im
Inzest mit der eigenen Tochter ausleben, was ihm seitens seiner Mutter
mit der angeheirateten Ehefrau nicht wirklich genehmigt wurde. Je nach
Ausprägung und Agressivität wird in solchen Folge-Konstrukten alles
versucht, die legale Ehefrau beiseite zu drängen und eine inzestuöse
Nähe zur leiblichen Tochter gesucht, die zur Sucht, zu einem Ersatz
wird. Auf die legale Partnerin wird aufgrund vieler unbewusster Muster
Hass ausgelöst, während in der eigenen Tochter als Ebenbild auch dieser
Frau alles wiedergefunden zu werden scheint, weswegen man der eigenen
Mutter gegenüber ein schlechtes Gewissen hat. Ob und in welcher Form
dieser Inzest ausgelebt wird, ist unterschiedlich. Er kann latent
vorhanden sein, aber wie bekannt auch ausgelebt werden. Das sind die
Männer/Väter, die ihre Töchter sogar über die eigene Ehefrau und Mutter
der Tochter stellen, den Töchtern unverhältnismäßig größere und teurere
Geschenke machen, sich der Ehefrau geradezu gleichgültig verhalten,
aber die Tochter auf einen Sockel stellen. Oder die dauernd die eigene
Ehefrau abwerten , verbal oder nonverbal und ein Eifersuchtsgefälle
hervor rufen...und schon dreht sich das "inzestuöse Karussel".
Bei Bruder-Schwester-Inzest waren meistens schon durch Mutter oder Vater die oben aufgeführten Deformierungen und Muster vorhanden, solche Kinder haben erst gar nicht gelernt, sich körperlich oder räumlich voneinander abzugrenzen und sich wie "Bruder" und "Schwester" zu verhalten. Weil sich auch ihre Mutter oder ihr Vater nicht wie eine Mutter oder ein Vater verhalten und abgegrenzt haben.
Solche Deformierungen können in allerfrühester Kindheit ausgelöst worden sein, so dass sich diese Kindern, erst recht und auch wenn sie in ihrer Kindheit getrennt wurden, später wie Fremde kennen zu lernen glauben, aber nicht mehr daran erinnern (wollen), dass sie Bruder und Schwester sind, sondern genau aus den oben aufgeführten Mustern den Inzest (un)bewusst suchen. Sie sichen aber wissentlich nicht den Inzest, sondern eine ursprüngliche Nähe, die inzestuös war.
22.01.2010, 15.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: | Tags: M.E.L.I.N.A e.V., Hilfe für Inzestkinder, Ulrike M. Dierkes, Bundesverdienstkreuz, Preisträger 2010 ,
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