
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Bundesverdienstkreuz
Herzlich Willkommen im M.E.L.I.N.A e.V.

Wir begleiten übers ganze Jahr Betroffene (Missbrauchsopfer), eine sehr anstrengende Arbeit.
Wir freuen uns über Spenden zur Unterstützung unserer laufenden Arbeit.
Spendenkonto: BW Bank Stuttgart, KtoNr. 2704823 (BLZ 600 501 01)
Auf Wunsch stellen wir Ihnen selbstverständlich eine Spendenbescheinigung aus. Bitte senden Sie in diesem Fall eine e-Mail an melina.ev(at)t-online.de und teilen Sie uns Ihre Postanschrift mit, denn ohne diese Angaben können wir Sie nicht kontaktieren!
Wenn Sie darüber hinaus Information und individuellen Rat brauchen, nehmen Sie bitte Kontakt per e-Mail zu uns auf und vereinbaren Sie einen Telefontermin.
Soeben erschienen:
Das neue IPA-Magazin

Darin auch der Artikel von Ulrike M. Dierkes
"Inzest - das tabuisierte Verbrechen"
Da wir diese Arbeit neben unseren eigenen Berufen und Familien ehrenamtlich leisten, können wir nicht unermüdlich Tag und Nacht zur Verfügung stehen. Aber wir tun alles, was aus unserer Erfahrung in unserer Kraft liegt und aus unserem Wissen heraus möglich ist.
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Preisverleihung am Freitag, 3. September 2010
im Bezirksrathaus Stuttgart-Botnang
v.r.n.l.: Mina Smakaj (stv. Bezirksvorsteherin), Ulrike M. Dierkes (Vorsitzende des M.E.L.I.N.A e.V.), Claudia Kley, (Finanzzuständige), Sieglinde Steimle, (2. Vorsitzende), Martin Kroiss, Repräsentant der Deutschen Bank,
Offizielle Pressemeldung:
Dr. Reinhard Löffler, Landtagsabgeordneter der CDU, der dem Verein ebenfalls als Schirmherr zur Seite stand, sagte anlässlich der Preisverleihung:“Inzestkinder und Kinder aus Vergewaltigung haben bei ihrem Schmerz einen Anspruch auf Hilfe. M.E.L.I.N.A e.V. erfüllt diesen Anspruch und dafür bedanke ich mich. Niemanden allein lassen, niemanden zurücklassen, alle mitnehmen und allen das Selbstbewusstsein für ein Leben in Würde und Achtung zu schenken, ist für mich das wichtigste gesellschaftliche Gebot des Zusammenlebens. Ohne M.E.L.I.N.A e.V. wäre unsere Gesellschaft ärmer. Lassen Sie nicht nach.“
Eine Ausstellung zeigt bis Ende September die wichtigsten Dokumente des Vereines, die seine Arbeit und seine Erfolge im Zusammenwirken mit Kirchen, Justiz und Presse widerspiegeln.
Die Rahmung der Exponate erfolgte durch die Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf.


Vereinsvorstellung mit einer Dokumentation der Arbeit, Leistungen und Erfolge des Vereins
Schirmherren: Wolfgang Stierle, Bezirksvorsteher, S-Botnang
Dr. Reinhart Löffler, MdL, Landtagsabgeordneter (CDU)
So hilft die Organisation beispielsweise Inzestopfern bei juristischen Auseinandersetzungen. Eine Selbsthilfegruppe betreut zudem derzeit rund 50 Betroffene. Mit Ausstellungen und Lesungen sensibilisiert der Verein auch die Öffentlichkeit für das Thema Inzest sowie die schwerwiegenden Folgen für die Opfer. Mit der Vereinsarbeit erhalten Menschen eine Stimme, die sonst oftmals nicht gehört werden.
Das Angebot stößt auf großes Interesse: Etwa 1000 Menschen pro Tag besuchen die Internetseite der Organisation. Für ihren bemerkenswerten Einsatz wurde die Vorsitzende und Vereinsgründerin Ulrike M. Dierkes im Jahr 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Kontakt-Telefon:
02622-9223692
Spenden-Konto:
BW-Bank Stuttgart
Kto-Nr. 2704823, (BLZ 600 501 01)


" Von abenteuerlichen Welten und anderswo"
georgsverlag, 2008
Können Sie sich vorstellen, dass Ihr leiblicher Vater gleichzeitig ihr Großvater ist und Ihre leibliche Mutter dem Vater nach auch (Halb)Schwester? Oder dass Ihr leiblicher Vater gleichzeitig auch Onkel und Ihre leibliche Mutter auch Tante ist? Nein? Nicht wirklich?
Jedes Jahr werden in Deutschland laut Statistik des Bundeskriminalamtes über 15.000 Kinder (das sind Menschen unter 14 Jahren!) sexuell missbraucht ...
...viele Opfer sexuellen Missbrauchs sind mit den Tätern verwandt! - das ist Inzest!
...inzestuöser sexueller Kindesmissbrauch ist eines der bestgehütetsten Familiengeheimnisse und das Verbrechen mit der höchsten Dunkelziffer!
...eine der vielen Folgen: Mädchen werden durch Vergewaltiger schwanger!
....die "Folgen" dieser Inzest-Verbrechen werden durch Abtreibung vertuscht!
....wenn es aber, wie in vielen Fällen, für eine Abtreibung zu spät ist, kommen diese Kinder zur Welt. Sie sind der lebendige Beweis inzestuösen sexuellen Missbrauchs und des Verbrechens an ihren Müttern und daher für die Täter eine Bedrohung! Daher sind die aus inzestuöser Vergewaltigung geborenen Kinder in hohem Maße gefährdet, ebenfalls Opfer dieser Verbrecher zu werden...
Unsere Aktivitäten, unsere Arbeit und unser Engagement auf der Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention verhilft Inzestkindern, eine Minderheit im Schatten der Gesellschaft, zu ihren Rechten.
75% aller Fälle sexuellen Missbrauchs passieren innerhalb des eigenen Familienverbandes. Wenn der Vater die eigene Tochter sexuell missbraucht, der Bruder die Schwester, der Onkel die Nichte oder die Mutter den eigenen Sohn, die Großmutter den eigenen Enkel oder die Tante den Neffen dann ist dies Inzest, inzestuöser sexueller (Kindes)Missbrauch. Ob mit oder ohne körperliche Gewalt, ist dies eine Grenzüberschreitung, die in den uns bekannt gewordenen und meisten Fällen mit Machtmissbrauch, Manipulation und Übergriffen einher geht.
Der gravierende Unterschied zwischen "sexuellem Missbrauch durch einen familienfremden oder Fremdtäter" und "inzestuösem sexuellem Missbrauch durch einen Verwandten" wie Bruder, Vater, Großvater erklärt sich durch diese Sexualstraftaten selbst :
Bei Kindesmissbrauch durch Fremdtäter erlebt das Opfer die eigene Familie als Schutzverband. Im Falle eines Gerichtsprozesses gegen den Täter treten Eltern oder Familienmitglieder häufig das Opfer unterstützend als NebenklägerInnen auf und lassen das Missbrauchsopfer nicht im Stich.
Inzest ist grundsätzlich ein geschlossenes, ein von der Außenwelt abgewandtes, isoliertes, sich selbst verschließendes und verschlüsseltes System, das sich gegen alles Fremde, jeden Fremden, jeden andere Verhaltensweise und Realität verschließt. Das Tabu besteht aber nicht etwa darin, dass Inzest "tabu" ist und etwa nicht vorkommt, (die Zahlen sprechen für sich, die Dunkelziffer ist sehr hoch). Inzest ist eines der am geheimgehaltensten Grenzüberschreibungen. Das Tabu besteht nicht für Inzesttreibende, sondern die eigentliche Tabuisierung gilt den Inzestopfern, indem diese mit dem Tabu des Darüber-Redens belegt werden, einem nonverbalen Schweigegebot und nicht selten einhergehend mit der Androhung (tödlicher) Konsequenzen für sie selbst oder ihr daraus geborenes Inzestkind.
Auch Mitwissende und Schweigende geraten in die Eigendynamik dieses geschlossenen Systems und sind gefährdet, wenn sie das Vakuum des Schweigens zu durchbrechen versuchen. Daher werden solche innerfamiliären Verbrechen oft über Jahrzehnte nicht aufgedeckt oder erst, wenn sie verjährt sind. Ein Inzestopfer erhält in diesem erstickenden Kokon wenig oder gar keine Hilfe innerhalb des inzestuösen Familienverbandes, sondern verliert die Familie, wenn es wagt, über diese Vorkommnisse zu reden oder diese zu verlassen! Inzestopfer werden ausgegrenzt und schließlich verstoßen, wenn sie das nonverbale Schweigegebot brechen, werden als Nestbeschmutzer und Verräter behandelt und entrechtet! In inzestuösen Systemen lösen Inzesttäter, wenn es sich noch dazu um Autoritätspersonen und Familienvorstände, nämlich die eigenen Väter handelt, entrechtende und existenzvernichtende Mechanismen aus, um die Person des Inzestopfers, seine Rechte und seinen Willen zu brechen. Alles zielt darauf ab, den Willen des Inzestopfers, diesem Inzestsystem zu entkommen, zu brechen. Hierzu werden sämtliche Mittel eingesetzt, die aus Psychogruppen, Sekten und organisierten Verbrechensstrukturen bekannt sind. Je angesehener und intelligenter der Inzesttäter, umso einfallsreicher, krimineller und perfider die Methoden, die von Androhung über Rufmord bis hin zur Ermordung des Inzestopfers und seines Inzestkindes gehen können.
Tatort Internet
Inzestverbrechen im Zeitalter virtueller Kriminalität
In den letzten zehn bis zwanzig Jahren im Zeitalter des Internets hat sich der aggressive Charakter aller Kriminalitätsarten und ihrer Strukturen, besonders auch die Subkultur der (inzestuösen) Missbrauchskriminalität weiterentwickelt.
Waren Inzesttäter früher Einzelgänger, die sich selber gesellschaftlich isolierten, introvertiert, nach außen angepaßt und möglichst unauffällig verhielten, nutzen diese heute nicht nur zunehmend und selbstverständlich die modernen Kommunikationstechniken mit weltweiten Kommunikationsmöglichkeiten, sondern streben auch an, untereinander organisiert und vernetzt, sich in ihrem Sosein und einem daraus abgeleiteten "sexuellen Selbstbestimmungsrecht" zu bestärken und sich netzwerkartig in einflußreiche Berufe und Positionen zu verhelfen, um von hier aus ihren sexuellen Einfluß, ihre Vorlieben und vor allen Dingen vermeintliche "Rechte" geltend zu machen.
Kontakte zu artverwandten, schließlich grenz-überschreitenden, internationalen Netzwerken und anderen Kriminalitäts- und Verbrechensformen bis hin zum Missbrauch legaler und rechtsstaatlicher Instrumente werden beobachtet. Inzestkinder werden entweder illegal abgetrieben, in einem bekannt gewordenen Fall durfte der pädophile Abtreibungsarzt das Inzestopfer als "Bezahlung und Gegenleistung" sexuell missbrauchen. Wenn es für eine Abtreibung zu spät ist, werden Meldegesetze ignoriert und unterwandert, das Inzestkind mit falschen Angaben als "nichtehelich, Kindesvater unbekannt" bei den Meldebehörden (Standesämtern) gemeldet, Geburtsurkunden wie Geburtspapiere werden gefälscht, gefälschte Angaben werden in behördlichen Umlauf gebracht und somit versucht, das Inzestkind zu legalisieren.
Inzest und Pädophilie haben zunächst nichts miteinander zu tun,
eine sprachliche Differenzierung ist wichtig!
Inzest
meint immer die eigenen Gedanken, Gefühle und Handlungen, die eigenen
Kinder, die gegen alles Fremde, gegen fremde Einflüsse und vor allem
vor der Außenwelt "geschützt" und daher geschlossen werden müssen.
Inzest ist eine eigene Kultur, eine eigene Kultur eigener Anschauungen,
Ansichten, Gesetze und Sichtweisen, eine geschlossene Gedanken- und
Gefühlswelt, die mit anderen Familien, fremden oder nichtverwandten
Menschen und Welten nicht kommuniziert und daran nicht interessiert
ist. Man ist sich selbst genug. Es ist eine narzistische Form der
Eigenliebe, es wird wenn überhaupt nur das Eigene in dem anderen Kind
oder Menschen geliebt, das einen an sich selbst erinnert. Inzest ist
eine Steigerung krankhaften Narzismus. Andere, nicht blutsverwandte
Menschen sind nicht gut genug.
Ausgelöst
wird dies entweder durch vorausgegangenen inzestuösen (sexuellen)
Missbrauch, wobei es weniger und nicht in erster Linie um den
körperlichen, also sexuellen Vollzug geht, sondern Inzest ist vielmehr
zunächst eine übersteigerte Form von Suche und schließlich Sucht nach
menschlicher Über-Nähe.
Manchmal werden solche inzestuösen seelischen "Deformierungen" durch Frauen oder Mütter entwickelt, die selber Inzestopfer waren. Wenn der Partner, Ehemann oder Kindesvater zum Beispiel frühzeitig gestorben ist und die Frau nun als Hinterbliebene oder Witwe im Sohn ihren Partner, Ehemann oder Kindesvater mit eben seinen Charakter- und Gesichtszügen wiederzuerkennen glaubt und diesen Sohn nun "abgöttisch liebend" zum "Ersatzpartner" macht, dem sie nun all ihre Nöte und Sorgen anvertraut und zu dem sie eine unangemessene Nähe und Vertrautheit herstellt, die grundsätzlich bereits einen emotionalen Missbrauch darstellt und mit Mutterliebe und auch mit Liebe nichts zu tun hat. Eine "vermeintliche Liebe" , dem sich dieser Sohn nicht entziehen kann oder er hat sofort ein schlechtes Gewissen, wenn er eine fremde Frau kennenlernt oder mal alleine ausgehen will und die "arme Mutter alleine lässt". Je früher eine solche "latent inzestuöse Beziehung" sublim oder tatsächlich ausgelebt wird, besonders in der Pubertät, kann ein Sohn dieses Inzestmuster nicht wieder auflösen. Das sind die Söhne, die bei ihren Müttern wohnen bleiben, sie versorgen sich einander wie ein altes Ehepaar. Söhne, die nie heiraten, weil sie ihre Mutter und ihre vermeintliche Liebe nicht verraten wollen. Eine fremde Frau wird den Ansprüchen einer solchen (Schwieger)mutter nie genügen, es sei denn, sie wäre von der Mutter ausgesucht und für gut befunden worden, aber dann müsste sie sich den Gesetzen eines solchen Mutter-Sohn-Inzest´s und vor allem der Mutter unterordnen. Ein solches Konstrukt aufzulösen kann wohl nur mit professioneller Hilfe von außen gelingen und wird in den meisten bekannt gewordenen Fällen sogar über den Tod hinaus fortgesetzt.
Es handelt sich also um eine mehr oder weniger stark ausgeprägte seelische Deformation, die mehr oder weniger in der Realität ausgelebt wird.
Ein
Mann, der selber nur Inzest-Beziehung kennengelernt und sich nie
wirklich geistig und seelisch von der eigenen Mutter befreit hat,
folglich ein schlechtes Gewissen hat, wenn er eine Frau zur Partnerin
nahm, ohne seine Mutter zu dieser Wahl gefragt zu haben und nun immer
ein schlechtes Gewissen gegenüber seiner Mutter behält, könnte im
Inzest mit der eigenen Tochter ausleben, was ihm seitens seiner Mutter
mit der angeheirateten Ehefrau nicht wirklich genehmigt wurde. Je nach
Ausprägung und Agressivität wird in solchen Folge-Konstrukten alles
versucht, die legale Ehefrau beiseite zu drängen und eine inzestuöse
Nähe zur leiblichen Tochter gesucht, die zur Sucht, zu einem Ersatz
wird. Auf die legale Partnerin wird aufgrund vieler unbewusster Muster
Hass ausgelöst, während in der eigenen Tochter als Ebenbild auch dieser
Frau alles wiedergefunden zu werden scheint, weswegen man der eigenen
Mutter gegenüber ein schlechtes Gewissen hat. Ob und in welcher Form
dieser Inzest ausgelebt wird, ist unterschiedlich. Er kann latent
vorhanden sein, aber wie bekannt auch ausgelebt werden. Das sind die
Männer/Väter, die ihre Töchter sogar über die eigene Ehefrau und Mutter
der Tochter stellen, den Töchtern unverhältnismäßig größere und teurere
Geschenke machen, sich der Ehefrau geradezu gleichgültig verhalten,
aber die Tochter auf einen Sockel stellen. Oder die dauernd die eigene
Ehefrau abwerten , verbal oder nonverbal und ein Eifersuchtsgefälle
hervor rufen...und schon dreht sich das "inzestuöse Karussel".
Bei Bruder-Schwester-Inzest waren meistens schon durch Mutter oder Vater die oben aufgeführten Deformierungen und Muster vorhanden, solche Kinder haben erst gar nicht gelernt, sich körperlich oder räumlich voneinander abzugrenzen und sich wie "Bruder" und "Schwester" zu verhalten. Weil sich auch ihre Mutter oder ihr Vater nicht wie eine Mutter oder ein Vater verhalten und abgegrenzt haben.
Solche Deformierungen können in allerfrühester Kindheit ausgelöst worden sein, so dass sich diese Kindern, erst recht und auch wenn sie in ihrer Kindheit getrennt wurden, später wie Fremde kennen zu lernen glauben, aber nicht mehr daran erinnern (wollen), dass sie Bruder und Schwester sind, sondern genau aus den oben aufgeführten Mustern den Inzest (un)bewusst suchen. Sie sichen aber wissentlich nicht den Inzest, sondern eine ursprüngliche Nähe, die inzestuös war.
22.01.2010, 15.21 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Bundesverdienstkreuz an Ulrike M. Dierkes
"...Ansporn und Türöffner..."

Sozialministerin Dr. Monika Stolz hielt die Laudatio
Laudatio von Frau Ministerin Dr. Monika Stolz, MdL
anlässlich der Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes
am 21.01.2008 an Frau Ulrike M. Dierkes
im Ministerium für Arbeit und Soziales
Sehr geehrte Frau Dierkes,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
wir sind heute hier im Ministerium für Arbeit und Soziales zu einem sehr erfreulichen Anlass zusammengekommen.
Ich habe die Ehre, Ihnen, liebe Frau Dierkes, im Auftrag von Herrn Ministerpräsident Oettinger das von Herrn Bundespräsident Horst Köhler verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu überreichen.
Die Aushändigung des Bundesverdienstkreuzes ist auch für mich immer etwas Besonderes.
Es ist eine der schönsten Aufgaben, die man als Vertreterin der Landesregierung wahrnehmen kann.
Gilt es doch bei einer solchen Gelegenheit Menschen zu würdigen, die sich in besonderem Maß für die Gemeinschaft eingesetzt haben.
Die öffentliche Anerkennung des Geleisteten macht den Bürgerinnen und Bürgern, die bereit sind, sich öffentlich oder ehrenamtlich zu engagieren, bewusst, dass sie gebraucht werden und es wirklich auf sie ankommt.
Der Landesregierung ist daher eine glaubhafte Anerkennungs- und Würdigungskultur – und dazu gehört auch die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen – ein sehr wichtiges Anliegen.
Herr Ministerpräsident Oettinger hat mich gebeten, Ihnen, meine Damen und Herren, und insbesondere Ihnen, Frau Dierkes, seine Grüße zu übermitteln.
2. Würdigung der Verdienste
Sehr geehrte Frau Dierkes,
die Auszeichnung wird Ihnen insbesondere für Ihr Engagement als Gründerin und 1. Vorsitzende des 1996 gegründeten Vereins „M.E.L.I.N.A – Inzestkinder / Menschen aus VerGEWALTigung e.V.“ verliehen.
„M.E.L.I.N.A“ ist der erste und wohl nach wie vor einzige Verein in Deutschland, der als Ansprechpartner für Inzestkinder auftritt und Hilfe aus der Isolation anbietet.
Der Verein leistet u. a. durch die Organisation von Begegnungswochenenden, Bereitstellung von Informationsmaterial und kompetente Hilfen in wertvollster Weise Unterstützung für die einzelnen Betroffenen.
Ihre unzähligen Einzelgespräche mit Rat- und Hilfesuchenden ermutigen die Betroffenen und vermitteln konkrete Hilfemöglichkeiten.
Für Sie selbst haben diese Gespräche aber auch erhebliche psychische und physische Belastungssituationen zur Folge.
Gerade auch in Ihrer schriftstellerischen Tätigkeit haben Sie sich in Form eines Romans, eines Sachbuchs sowie in Ihrer Autobiografie "Schwestermutter - Ich bin ein Inzestkind" im Jahr 2004 mit der Thematik von Inzestkindern befasst.
Die Vielzahl Ihrer journalistischen Veröffentlichungen, Lesungen, Referate leistet gerade durch ihren engagierten Charakter einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von Öffentlichkeit in einem ansonsten oftmals von Verschweigen und Tabuisierung geprägten Bereich.
Durch Ihren Schritt in die Öffentlichkeit haben Sie einerseits vielen anderen Menschen Mut gemacht, über das, was ihnen angetan wurde, zu sprechen, Hilfen zu suchen und anzunehmen.
Andererseits führte dies zu weiteren Veröffentlichungen in Zeitschriften und Tageszeitungen.
Die Durchsetzung einer angemessenen Wahrnehmung und öffentlichen Bewusstseinsbildung zum Thema „Inzest“ war und ist daher mit vielen Frustrationen und Enttäuschungen, aber auch mit zäh errungenen Erfolgen verbunden.
Ihre Teilnahme an Talkshows, u.a. im SWR-Nachtcafé, bei Stern-TV, bei Bettina Böttinger, Johannes B. Kerner und bei VOX-Spiegel-TV, ist natürlich eine Würdigung Ihrer engagierten Arbeit.
Zugleich ist dies aber sicherlich auch mit nicht unerheblichen persönlichen Belastungen verbunden.
Die Teilnahme an diesen öffentlichen Veranstaltungen sowie z. B. an Kinderschutzkonferenzen bewirkt einen zwar sicher langsamen, aber mit der Zeit immer stärker wahrnehmbaren Bewusstseinswandel, um einer Ausgrenzung der Inzestkinder sowohl in deren Kindheit als auch später als Erwachsene entgegenzuwirken.
Sie haben es erreicht, durch Ihr Engagement die Grundlage dafür zu schaffen, dass diese Personengruppe wohl erstmals in dieser Form sensibel wahrgenommen wird.
Sehr geehrte Frau Dierkes, Sie haben sich durch Ihren bewundernswürdigen Einsatz für die Gruppe der Inzestkinder in hohem Maße um diese Menschen verdient gemacht.
Dies wurde im letzten Jahr auch bereits durch die erfolgreiche Teilnahme von „M.E.L.I.N.A“ am Wettbewerb „Echt gut! – Ehrenamt in Baden-Württemberg“ in der Kategorie „Soziales Leben“ durch eine Urkunde des Herrn Ministerpräsidenten dokumentiert.
3. Bundesverdienstkreuz als Ausdruck des Dankes
Sehr geehrte Frau Dierkes,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
lange Zeit haben wir uns eingeredet, dass Engagement nur dann gut ist, wenn es dem Klischee des „selbstlosen Dienstes an der Gemeinschaft“ entspricht.
Aber genau darin liegt vielleicht ein Denkfehler:
Wer sich engagiert, handelt nicht selbstlos, sondern ausgesprochen selbstbewusst, denn er will Ziele erreichen und etwas bewegen.
Frau Dierkes hat das eindrücklich gelebt und vorgelebt.
Natürlich aus eigener Betroffenheit, aber dadurch auch als Fachfrau ersten Ranges.
Der Staat weiß um die Bedeutung eines solchen Engagements.
Es ist ihm daher wichtig, Menschen, die sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in vorbildlicher Weise eingesetzt haben, seinen Dank und Anerkennung zu zeigen.
Ein Weg dazu ist die Verleihung eines Ordens.
Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht.
Er wird an Bürgerinnen und Bürger verliehen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, zum Beispiel auch für Verdienste aus dem sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich.
Die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit soll durch die Ordensverleihung auf ganz besondere Leistungen gelenkt werden.
Dadurch werden Leitbilder gesetzt, an denen sich andere orientieren können.
4. Ordensverleihung
Sehr geehrte Frau Dierkes,
ich freue mich in besonderem Maße, dass ich Ihnen für Ihre Verdienste zum Wohle der betroffenen Menschen heute diese hohe Auszeichnung überreichen kann.
Zuvor erlaube ich mir, ein aktuelles Gedicht von Ihnen vorzutragen.
Ich bin mir sicher, dass hierin sehr viel von Ihren Lebenserfahrungen enthalten ist und es passt hervorragend zum heutigen Anlass.
Es heißt „Mitgefühl“:
„Mit Gefühl Nicht genug
Es genügt nicht, betroffen zu sein
Es genügt nicht, Mitgefühl zu haben
weder Beileid noch Mitleid taugen
Es genügt nicht, nach dem Warum zu fragen
Es genügt nicht, nur zu fragen,
welche Farbe das Nichts hat
Das alles ist nichts, nicht genug
keine Genug-Tuung
und keine Wohl-Tat
Man muß sein Mitgefühl auch zeigen,
zum Ausdruck bringen
handeln!“
Sehr geehrte Frau Dierkes,
ich darf Ihnen hiermit die von unserem Bundespräsidenten unterzeichnete Urkunde überreichen.
Ich wünsche Ihnen gleichzeitig alles Gute und weiterhin viel Kraft für Ihr Engagement für die betroffenen Menschen, aber auch die für Ihre schriftstellerische Tätigkeit erforderliche Inspiration und Kreativität.
Die Verleihungsurkunde hat folgenden Wortlaut:
5. Schlusswort
anschließend erfolgte die Übergabe der dazugehörigen vom Bundespräsidenten Horst Köhler unterschriebene Urkunde





Ulrike M. Dierkes mit Blumen, Schatulle und Urkunde


Aktuelles 2008
21. Januar 2008
Festrede für Ulrike M. Dierkes/ MELINA e.V. Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
am 21. Januar 2008 in Stuttgart
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Ulrike,
ich habe die Ehre, einige Worte an Sie zu richten. Dazu habe ich eine kleine Rede vorbereitet, mit der ich gleich beginnen möchte:
Wir leben in einer merkwürdigen Zeit. Finde ich. Ich möchte das begründen: In meiner 9jährigen Zeit im IBM Science Center in Heidelberg durfte ich mit Physikern zusammenarbeiten. Sie lehrten mich, die Welt einmal anders, nämlich als „Alien” zu betrachten. Von „oben”, aus dem Weltall. Und die Frage war immer: Was siehst du jetzt?
Dieser neue Ansatz für meine Wahrnehmung eröffnete mir neuartige Sichten. Andere Weltsichten. Weitere Horizonte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich diese dort erworbene Fähigkeit in den späteren Jahren der Menschenrechtsarbeit gut gebrauchen konnte. Ja, nahezu dringend benötigten würde!
Wovon spreche ich?
Ich meine die Sicht auf die Welt und den Menschen. Unsere Weltsicht, unsere Menschensicht, unser Menschenbild.
Dass mit unserer Welt, dem blauen Planeten keineswegs alles in Ordnung ist, zeigt der Grad der Umweltverschmutzung, die tägliche Zahl verhungernder Kinder und Erwachsener, das tägliche Aussterben von ganzen Arten, die Überfischung der Ozeane, ja sogar der zunehmende Müll im Weltraum und all die entsetzlichen Kriege an so vielen Stellen auf der Erdoberfläche.
Dass mit uns Menschen und unserem Menschenbild keineswegs alles in Ordnung ist, zeigen die erwähnten Beispiele ebenfalls. Aber da ist noch mehr. Ich stelle mir – wie es Einstein, Schrödinger, Heinz von Förster u.v.a. taten – vor, ich würde als Alien unentdeckt die Erde umkreisen. Weit oben im Orbit kreise ich um den blauen Planeten und nähere mich vorsichtig. Bald kann ich Lebewesen entdecken… Was sehe, was beobachte ich?

Ich sehe, dass es eine Art gibt, die sich systematisch selbst zerstört. Ihren Lebensraum und sich selbst. Sie töten, foltern, misshandeln, betrügen und belügen sich. Auf allen Ebenen! Länder bekriegen sich gegenseitig; Männer bekriegen Frauen – im Krieg und im Frieden töten und misshandeln sie Frauen, sogar innerhalb einer Familiengemeinschaft; Erwachsene bekriegen Kinder – im Krieg und im Frieden töten und misshandeln sie Babys, Kleinkinder und Heranwachsende, sogar innerhalb der Familie. Also ihre eigenen Nachkömmlinge!
Traurig hole ich mein intergalaktisches Computerboard heraus und notiere:
„Es gibt einen wunderschönen blauen Planeten im Sonnensystem x, aber leider gibt es dort eine Art, die vorwiegend damit beschäftigt ist, sich selbst und andere Lebewesen zu zerstören. Physisch, psychisch, geistig. Diese Art ist überbevölkert und gleichzeitig auf dem niedrigsten Entwicklungsstand aller Lebewesen dieses Planeten, denn ein nicht geringer Teil misshandelt sogar die eigenen Nachkommen – anstatt sie zu hüten, zu pflegen und zu beschützen. Ich gebe dem Planeten keine Chance.”
Wenige Sternzeiteinheiten, nachdem ich die Nachricht an meinen Heimatplaneten gesendet habe, erhalte ich folgende Nachricht:
„Bitte überprüfen, ob es innerhalb dieser Art auch konstruktive Kräfte gibt. Individuen, die sich gegen die destruktiven Kräfte auflehnen, sie womöglich erfolgreich bekämpfen.”
Ich seufze und beobachte weiter. Tatsächlich entdecke ich nach längerer Suche Individuen, die sich anders verhalten. Interessanterweise sind es oftmals Frauen. Wesen, die wenig Zugang zu den Ressourcen des Planeten haben und meist alleine sind. Sind das die einsamen Kämpferinnen, von denen mir ein alter Kollege einstmals berichtete? Aufgeregt beobachte ich weiter…
Erneut eine Nachricht von meinem Heimatplaneten: „Konnten bereits konstruktive Kräfte beobachtet werden?”
Ich sende zurück: „Ja! Aber es sind nicht viele, und die haben es schwer. Man legt ihnen Steine in den Weg. Von allen Seiten. Manche haben Probleme, sich Nahrung und Unterkunft zu sichern. Doch sie kämpfen unerbittlich. Einige haben sich zusammengeschlossen. Aber sie brauchen mehr Macht. Wieder und wieder stellen sich ihnen die Destruktiven und die Untätigen in den Weg. Die haben die Macht. Es scheint ein aussichtsloser Kampf zu sein.”
Eine Sternzeiteinheit später die Antwort: „Bitte beobachten, ob die Kämpferinnen auch Zuspruch, eventuell Anerkennung und Hilfe erhalten. Wenn nicht: bitte diesen Planeten sich selbst überlassen und zurückkehren.”

Ich komme der Bitte nach, beobachte weiter und befinde mich plötzlich im Sozialministerium einer Stadt…
Liebe Zuhörenden, ich verlasse nun meinen intergalaktischen Kurs und komme auf eine konkrete Kämpferin zu sprechen. Es ist eine Kämpferin, die sich gewiss oftmals als „Alien” fühlte und fühlt. Eine Frau, deren - vom eigenen Vater geschwängerte Schwester - gleichzeitig ihre Mutter ist, deren Großvater daher gleichzeitig ihr Vater ist, deren Großmutter sie - als angebliche Mutter - schlecht behandelte, deren soziales Nahfeld sich rätselhaft, feindselig und feige benahm. Was für ein Ausgangspunkt für ein Leben! Monströs. Kaum aushaltbar. Lügen, Verschleierungen, Gewalt. Wie soll ein in solchen Verhältnissen aufgewachsenes, kleines Wesen all dies verkraften? Ich kann es mir nicht vorstellen. Aber ich weiß: Ulrike hat es ausgehalten. Irgendwie. Und sie hat die best mögliche, die konstruktivste Lösung für sich selbst und alle anderen ähnlich Betroffenen gefunden: Sie brach das Sprech-Tabu! Genau das ist der erste und zugleich wichtigste Schritt.
Meine Damen und Herren, Sprech-Tabus zu brechen, erfordert ungeheuren Mut und eine schier unglaubliche innere Stärke. Mich erinnert dieser überlebenswichtige Schritt für unsere gesamte Gesellschaft immer an mein Lieblingsmärchen: „Des Kaisers neue Kleider” – wo am Ende ein Kind laut in die untertänige und ge-brainwash-te Menge ruft, die dem offensichtlich nackten Kaiser einen ausgezeichneten Modegeschmack bezeugt: „Aber er hat ja gar nichts an!”
Genau darum geht es bei der Menschenrechtsarbeit: die Wahrheit laut und unverblümt ausrufen. Und speziell beim Kampf um die Menschenrechte für Inzestgeschädigte muss man noch eins draufsetzen. Denn die so viel beschworene, die so hoch gehaltene und vom Grundgesetz geschützte, traditionelle Hetero-Familie ist eben nicht der sicherste und geschützte Hort für Kinder. Mindestens 75 Prozent der Delikte, wo es um sexualisierte Gewalt geht, finden im sozialen Nahraum statt. Offizialdelikte, wie es in unserem Strafrecht heißt. Also Verbrechen!
Andersherum formuliert: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Baby, ein Kleinkind, ein Kind, ein/e Jugendliche/r Opfer von Gewalt – physischer, psychischer, sexualisierter Gewalt – wird, ist genau da am größten, wo es eigentlich den größtmöglichen Schutz haben sollte.

All das ist durch unzählige Studien weltweit längst bewiesen. Doch die Gesellschaft verhält sich immer noch wie die berühmten drei Affen: nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Schlimmer noch: aktuell gibt es konkrete Bemühungen um die Abschaffung des Inzestparagrafen. Immer wieder sind es diese destruktiven Kräfte, eine spezielle Lobby mit ganz bestimmten Absichten und Motiven, die dafür sorgen wollen, dass die Opfer schweigen – oder gar keine Möglichkeit mehr haben, ihre Rechte einzufordern.
Auch hier ist wieder die Kämpferin gefragt, die das verhindert, damit aktuelle und zukünftige Inzestgeschädigte nicht endgültig um ihre Menschenrechte und deren Einforderungsmöglichkeit gebracht werden.
Da liegt noch viel Arbeit vor Dir, liebe Ulrike. Eine Arbeit, bei der man immer wieder von vorn beginnen, an allen Fronten kämpfen muss. Das zehrt. Ich weiß.
Auch diese mehr oder weniger versteckten Drohungen müssen ausgehalten werden. Irgendwie. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, dürfen Menschen wie Du nicht mit Managergehältern rechnen; noch nicht einmal mit einem gesicherten Einkommen. Die Lebensrealität heißt über weite Strecken hinweg: Existenzangst.
Das ist, um es deutlich zu sagen, ein Skandal.
Unsere Gesellschaft hat einen solch verstellten Blick für Werte und für wertvolle Arbeit. Aber… … jetzt endlich befinden wir uns hier, und Du bekommst zumindest eine Anerkennung. Eine solche Anerkennung auf offizieller Ebene ist wichtig. Dies hatte ich bereits in meinem ‚intergalaktischen’ Exkurs angesprochen. Ich zitiere absichtlich nochmals die wesentliche Passage:
„Bitte beobachten, ob die Kämpferinnen auch Zuspruch, eventuell Anerkennung und Hilfe erhalten. Wenn nicht: bitte diesen Planeten sich selbst überlassen und zurückkehren.”
Wird jetzt klar, was ich meinte?
Kämpferinnen, die Vitales für uns alle leisten, brauchen dringend selbst Vitales, positive Lebensbedingungen. Mein Zauberwort heißt immer RESPEKT. Ich weiß, wovon ich rede:
Als ich 2005 mit den „1000 Friedensfrauen” für den Friedensnobelpreis nominiert wurde, gehörtest Du, liebe Ulrike, zu den ersten und herzlichsten Gratulantinnen. Von einer Persönlichkeit wie Dir hatte ich nichts anderes erwartet. Du kennst meine Arbeit. Du gönnst mir so etwas von ganzem Herzen. Das weiß ich. Du sagtest: „Endlich! Endlich erhältst Du, Monika, offizielle Anerkennung.” Dabei hättest Du ebenso gut zu den Nominierten gehören können. Das ist so. Aber Menschen wie Du kennen keinen Neid. Sie sind froh und glücklich, wenn „eine von uns” tatsächlich einmal Respekt bezeugt bekommt und nicht – wie wir es eher gewohnt sind – harsche Kritik, Ablehnung oder gar Drohungen. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen Deines Charakters.

Heute bin ich in der glücklichen Lage, Dir sagen zu dürfen: Endlich! Endlich erhältst Du, Ulrike, offizielle Anerkennung. Ich bin so froh darüber. Wenn Du wüsstest wie!
Ich hoffe, dass Dir dieses Kreuz nicht mehr „Kreuz” bringen wird, sondern Freude und auch bessere Sicherheit, Schutz vor Angriffen aus unterschiedlichsten Kreisen. Dass Du „wer bist”, weiß ich schon lange. Nun ist es jedoch offiziell. Das ist sehr wichtig.
Liebe Ulrike, ich würde Dir gerne ein großes Geschenk überreichen. Am liebsten einen richtig großzügigen Scheck. Doch Du weißt, dass mein Verein, die Lobby für Menschenrechte e.V., ebenfalls zu den ganz „armen Sängerinnen” gehört.
Nimm also unsere Anwesenheit und meine Rede. Beides kommt von Herzen.
Ich darf Dir – auch im Namen des gesamten Lobby-Vorstands – die besten Glückwünsche überbringen. Wir alle sagen danke. Danke für die gute Zusammenarbeit unserer Vereine in all den Jahren. Danke für Deine professionelle Unterstützung und Solidarität.
Wir wünschen Dir für Deine persönliche Zukunft und für die von MELINA e.V. Erfolg, Kraft, Mut, bessere Finanzen und noch viel mehr Anerkennung und Unterstützung.
Heute ist jedoch ein Tag zum Feiern. Lass Dich feiern, liebe Ulrike!
©Monika Gerstendörfer
http://www.lobby-fuer-menschenrechte.de/bundesverdienstkreuz.php
Lobby für Menschenrechte e.V
PF 1030, 72541 Metzingen
Gemeinnütziger und mildtätiger Verein (Amtsgericht Bad Urach Nr. 654)
V.i.S.d.P. Lobby für Menschenrechte e.V.

Ulrike M. Dierkes bedankte sich, sichtlich gerührt, bei allen BegleiterInnen, Gästen und GratulantInnen:
"Wer nicht kämpft, hat bekanntlich schon verloren!"
"Mein Dank gilt meiner Familie in Stuttgart, meinem Mann und meinen Kindern, den Menschen, die meinen Weg begleitet und unterstützt haben, den MitkämpferInnen in meinem Verein, wie auch den VertreterInnen von Justiz, Kirche, Medien und Politik, die immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse, Befindlichkeiten und Belange meines Vereines und somit auch für die Nöte der Inzestopfer, speziell ihrer Inzestkinder hatten. "
Gratulantinnen:
v. li. n. re: Dipl.Psych. Monika Gerstendörfer, Lobby für Menschenrechte e.V. Metzingen,
Ulrike M. Dierkes, Sr. Gudula Busch, Ordensfrau der Schwestern vom "Heim zum Guten Hirten" Frankfurt, Dipl. rer. pol. Helga Lübcke, Lobby für Menschenrechte e.V. Metzingen.



Für die Pflanzensammlung der Autorin: Orchidee v. Claudia + Sieglinde

nach dem offiziellen Umtrunk im Sozialministerium klang die Feier mit Gästen in einem it. Restaurant aus.

... täglich kommen Geschenke und Gratulationen...
Vielen Dank



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"Herzlichen Glückwunsch zu der hohen Ehre, die Dir mit dem Bundesverdienstkreuz zuteil wird. Gibt es eine höhere Anerkennung Deiner selbst und Deiner Arbeit? Ich denke, wohl kaum. Ich könnte mir vorstellen, dass manche Menschen, die von Deinem Erfolg erfahren, peinlich beschämt sind. Ich hoffe aber, ja bin mir dessen sicher, dass Du viele Personen an Deiner Seite haben wirst, die Deine Freude, Deinen Erfolg und Deinen Stolz mit Dir teilen." Deine Freundin Petra aus Koblenz
Johannes und Monika
Initiative gegen Gewalt und sexuellen
Missbrauch an Kindern und Jugendlichen e.V.
Poststraße 18, 56427 Siershahn
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Guten Tag Frau Dierkes,
von Herzen: herzlichen Glückwunsch zum
Bundesverdienstkreuz!
Das ist ja eine wertvolle Anerkennung Ihrer Arbeit und ein wichtiger
Schritt auf dem Weg der Enttabuisierung - wir freuen uns mit Ihnen!
Freundliche Grüße
Eva Kriwy-Gottschalk
Selbsthilfekontaktstelle
KISS Stuttgart
Marienstraße 9
70178 Stuttgart
www.kiss-stuttgart.de
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Herzlichen
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Liebe Ulrike,
ich möchte dir gratulieren und dich von herzen umarmen für deine auszeichnung Bundesverdienstkreuz.
von ganzem herzen,
Lara
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Liebe Ulrike,
da gratuliere ich dir ganz herzlich! Das ist eine große Bestätigung für deine langjährige Arbeit! Ich finde das ganz toll und freue mich riesig für dich!
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Herzlichen Glueckwunsch!! bin stolz auf Dich
na das ist ja mal wirklich ein Supernachricht....freue mich soo fuer Dich...wann feiern wir????
love Bab
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Wunderschönen Guten Tag Frau Dierkes,
ich gratulieren Ihnen zu diesem Verdienst von ganzem Herzen! Schön, dass es auf der Welt noch Menschen gibt, wie Sie, die Ihr Schicksal und ihre Erfahrungen nutzen, um anderen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und zu helfen. Das haben Sie sich wirklich verdient!
Ich habe Ihr Buch noch am selben Abend, regelrecht verschlungen....ich war so ergriffen und gefesselt von Ihrer Geschichte, daß ich es nicht weglegen konnte, bis ich es ganz gelesen hatte! Meine Hochachtung vor Ihrer Kraft und Ihrem Lebenswillen!
Ich empfehle Ihr Buch an all meine Freunde, Bekannte und Verwandte! Machen Sie weiter so!
S.P., Stuttgart
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Meine Glückwünsche zu dieser Ehrung habe ich Dir ja schon geschrieben, aber wenn ich diese Deine Auszeichnung nun bildhaft mit Dir in Verbindung sehe, so empfinde ich beinahe schon Ehrfurcht gegenüber dieser Auszeichung. Eine wunderbare Anerkennung Deiner Arbeit und Deiner Person!
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Mich freut es so sehr und ich gönne Dir das von Herzen. Du hast es Dir
wahrlich verdient. Und noch viel mehr. Dass die Arbeit, das Engagement
auch in Form von Wohlstand und Anerkennung zurück kommt.
Heute Nachmittag habe ich ganz feste an Euch gedacht.
Herzlichen Glückwunsch zum Bundesverdienstkreuz
von Herzen und mit großer Freude von R.
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Herzlichen Glückwunsch, alles Gute und weiterhin viel Erfolg, das wünschen dir...
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Liebe Frau Dierkes,
ich gratuliere Ihnen ganz herzlich!
Mit besten Grüßen
M.A. V., Gießen
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Was für eine Ehre! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch zu dieser wunderbaren Auszeichnung, liebe Frau Dierkes! Das haben Sie sich verdient.
M.S.
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Liebe Ulrike,
da gratuliere ich dir ganz herzlich! Das ist eine große Bestätigung für deine langjährige Arbeit! Ich finde das ganz toll und freue mich riesig für dich!
M.H., L.-E.
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Liebe Ulrike,
Gratulation und herzlichen Glückwunsch! Wir sind stolz auf Dich!
Grüße und Glückwünsche
von
S.K., Stuttgart
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H.M., Stuttgart
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Ich beglückwünsche Dich da Du für Deine Erfahrung und wie DU damit umgehst eine Ehrung verdient hast. Du weisst wer Dir das Leben schwer macht – ich werde beobachten ob Dein wichtiges Thema weiter verfolgt wird! Und ich hoffe es nutzt auch Deine existenziellen Probleme – viel Arbeit keine Entlohnung – zu stemmen.
Liebe Grüße
R.H., Ulm
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Liebe Ulrike!
Tolle Leistung. Tolle Auszeichnung. Ich freue mich mit dir.
Mit den besten Grüßen,
Manne
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Liebe Ulrike,
gerade sah ich, dass Du das Bundesverdienstkreuz bekommen hast. Ich freue mich mit Dir und gratuliere Dir ganz herzlich. Du bekommst das wirklich sehr zu Recht. Meinen Respekt und meine Bewunderung dafür, dass Du mit Deiner eigenen Geschichte die Belange, Sorgen und Kämpfe der Inzestkinder im Bewusstsein der Öffentlichkeit wachhältst und vor dem Vergessen bewahrst, hast Du ja schon lange.
Ich wünsche Dir, dass mit dieser aktuellen großen Anerkennung viel Gutes einhergeht.
Herzliche Grüße,
Ulla.
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Liebe Frau Dierkes,
Erstmal herzlichen Glückwunsch zu der großen und wirklich verdienten Ehre :-))
Nochmals Gratulation, alle Gute und liebe Grüße
vom Kollegen H.-P. Mangold
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Liebe Ulrike, herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Ehrung deiner Arbeit.
Grüße von Julietta
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Hallo Frau Dierkes,
ich habe mit Interesse den Artikel gelesen. Herzlichen Glückwunsch!
Das Bundesverdienstkreuz ist eine schöne Anerkennung für Ihre Arbeit
und gibt Ihnen sicher Kraft weiterzumachen, auch wenn es mal nicht so
leicht ist. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft.
K.K., Hamburg
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Herzlichen Glückwunsch!
Deutscher Präventionstag
Am Waterlooplatz 5 A
30169 Hannover
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So sende ich herzliche Glückwünsche zum Bundesverdienstkreuz aus Deiner Geburts-und Heimatstadt Münster
Gabriel Gawlik, Carechild e.V., Münster
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Liebe Frau Dierkes,
ganz herzlichen Glückwunsch zum Bundesverdienstkreuz. Es freut mich riesig für Sie, dass Ihr unermüdliches Engagement, Ihre tollen Ideen, Ihr selbstverständlicher Einsatz und Ihr mutiger Kampf für Ihre Anliegen gewürdigt wurde, toll!
22.01.2008, 01.36 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Ein Großteil des sozialen Lebens besteht darin sich zu verstellen, als ob man die Motive menschlichen Handelns nicht verstünde.
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