
P r e
s s e m e l d u n g 19.07.2026
Kinder sind keine Ware!
Vor dem Hintergrund derzeitiger Diskussionen um das Pro & Contra zu Leihmutter-schaften möchten wir eindringlich warnen, ein solches „Modell etwa als legitimes Mittel zur Erfüllung von käuflichem Kinderwunsch etablieren zu wollen.
Wir wissen das Glück, das mit der Erfüllung der Geburt
eines Kindes als Kinderwunsch einhergehen kann, sehr zu schätzen und können
ermessen, wie schmerzvoll es sein kann, wenn ein solcher Wunsch sich aufgrund
unterschiedlichster Faktoren auf natürliche Weise nicht erfüllen kann.
Es darf aber nicht
der Eindruck geweckt werden, Kinderwunsch sei eine beliebig käufliche Leistung und
letztlich nur eine Frage finanzieller Machbarkeiten, die etwa eine Grenzüberschreitung
naturgegebener Hürden rechtfertigen.
Wir stellen fest:
Leihmutterschaft ist in Deutschland strikt verboten. Das regelt das Embryonenschutzgesetz.
Sowohl die medizinische Durchführung als auch die Vermittlung einer
Ersatzmutter sind hierzulande strafbar.
Rechtslage: Laut deutschem Gesetz ist immer die Frau die rechtliche Mutter, die das Kind zur Welt bringt – unabhängig von den Genen.
Strafbarkeit: Ärzte, die eine Leihmutterschaft durchführen, und Vermittlungsagenturen machen sich straf-bar. Die Wunscheltern selbst werden jedoch nicht bestraft.
Ausland: Viele deutsche Wunscheltern weichen in Länder aus, in denen Leihmutterschaft erlaubt ist (z. B. bestimmte US-Bundesstaaten). Die rechtliche Anerkennung in Deutschland ist im Anschluss daran sehr kompliziert.
Es
erfüllt uns mit Sorge, dass sich in Teilen unserer Gesellschaft eine
Entwicklung zu einem Markt der Ware „Kinderwunsch" in unterschiedlichsten Facetten
abzeichnet, während gleichzeitig die Missbrauchszahlen bei Kindesmissbrauch erschreckend
ansteigen und daraus geborene (Inzest)Kinder als Minderheit im Schatten der
Gesellschaft) keine Hilfe bekommen.
Diese Entwicklung ist falschen Vorbildern und inkonsequenten Handlungsweisen
geschuldet. Es darf nicht sein, dass Geld allein jedes Mittel rechtfertigt, Kinderwunsch
über Menschenrechte zu stellen.
MELINA/Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V.


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Ein Verein setzt sich für Inzestopfer ein und sensibilisiert für das Thema.
Es kann ein Brief sein, den der Postbote bringt. Manchmal ist es
ein Anruf. Täglich wenden sich durchschnittlich fünf Menschen an den
Verein „M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung. Hinter
jeder Kontaktaufnahme verbirgt sich ein Mensch, der Schlimmes durchleben
musste, sich in einer schwierigen Lage befindet und Hilfe benötigt. Der
aus Spenden finanzierte Verein gibt diese Unterstützung. So hilft die
Organisation beispielsweise Inzestopfern bei juristischen
Auseinandersetzungen. Eine Selbsthilfegruppe betreut zudem derzeit rund
50 Betroffene. Mit Ausstellungen und Lesungen sensibilisiert der Verein
auch die Öffentlichkeit für das Thema Inzest sowie die schwerwiegenden
Folgen für die Opfer. Mit der Vereinsarbeit erhalten Menschen eine
Stimme, die sonst oftmals nicht gehört werden. Das Angebot stößt auf
großes Interesse: Etwa 1000 Menschen pro Tag besuchen die Internetseite
der Organisation. Für ihren bemerkenswerten Einsatz wurde die
Vorsitzende und Vereinsgründerin Ulrike M. Dierkes im Jahr 2007 mit dem
Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. (Quelle: 365 Orte - Eine Reise zu Deutschlands Zukunftsmachern)
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Aktiv dabei 2025:
Aktiv dabei 2024:
Foto li.: 2024 haben wir mit einem eigenen Informationsstand am "Fest der Demokratie" in Koblenz teilgenommen. Foto mi.: Eine unserer Aktiven Betroffenen fertigt aus Wollresten kleine Würmchen, die wir an unseren Aktionsständen gegen eine kleine Spende von 5 € abgeben. Jedes Stück ist ein Unikat.

20.07.2026, 00.05| PL | einsortiert in: Herzlich Willkommen