M.E.L.I.N.A Inzestkinder/Menschen aus VerGEWALTigung e.V.




 




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Abartig und traumatisierend

Samstag, 3. März 2007
UNSERE LESER UND WIR
Stuttgarter Nachrichten

 

Zum Artikel „Bruder und Schwester rütteln
am letzten Tabu – Sächsisches Paar mit vier
Kindern will Inzestverbot kippen und als
legale Familie leben“ vom 26. Februar:


Wer Inzest und damit die „Grenzüberschreitung“
verharmlost und als Frage von Moral,
Politik und Zeitgeist bagatellisiert, ohne davon
betroffen zu sein, sollte Inzestgeschädigte
und Inzestopfer im Alltag begleiten
und die vielfältigen Auswirkungen ihres
Leids aus eigener Tasche mitfinanzieren. Etwas
legalisieren zu wollen, wovon man
nicht betroffen ist, ist leicht-sinnig.
Für Inzestgeborene ist es abartig und traumatisierend,
wenn die Mutter gleichzeitig
Schwester, der Vater gleichzeitig Großvater
oder auch Onkel ist, aber sich keiner der Elternpaare
verantwortlich fühlt. Von anderen
vielfältigen Auswirkungen ganz zu
schweigen. Wo kommenwir hin, wenn jeder
seine „Neigung“ per Verfassung zum Anrecht
auf Ausleben legalisieren (und von der
ganzen Gesellschaft mitfinanziert haben)
will, während die, die dies betreiben, oft
nicht mal für die nötigste Grundversorgung
ihrer Kinder aufkommen? Für etwas, für
das Leute nicht einstehen, können sie natürlich
gewissenlos plädieren.


Ulrike M. Dierkes, Stuttgart-Botnang


05.03.2007, 17.40

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Zufallsspruch:
Man kann zwar versprechen ehrlich zu sein, aber niemals unparteiisch.

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